Ich glaube nie der ersten Geschichte.

Nicht, weil ich misstrauisch bin, sondern weil ich weiß, dass die Wahrheit fast immer zwischen mehreren Perspektiven liegt.

Genau deshalb frage ich weiter.

Ein Unternehmer erzählt mir sein Unternehmen. Dann spreche ich mit einer Mitarbeiterin. Mit einem Kunden. Mit einem Lieferanten. Mit einem Architekten. Plötzlich entsteht etwas, das vorher niemand gesehen hat. Nicht, weil jemand gelogen hätte, sondern weil jeder nur einen Teil kennt.

Ich glaube, genau deshalb liebe ich meinen Job.

Nicht wegen der Texte, sondern wegen der Menschen. Ich interessiere mich für das, was zwischen ihren Aussagen liegt. Für Zusammenhänge. Für kleine Sätze, die oft mehr erzählen als eine ganze Unternehmensbroschüre.

Vielleicht kommt das aus meiner Geschichte.

Ich habe Kunst gelernt, Sprachen studiert. Ich liebe die Recherche. Ich lese alte Zeitungsartikel. Ich spreche mit Chronisten.

Ich suche so lange weiter, bis aus vielen einzelnen Puzzleteilen ein vollständiges Bild wird. Genau daraus entstehen heute meine Texte.

Vielleicht brauchst du gar keinen Texter

Vielleicht brauchst du jemanden, der zuerst versteht, was dein Unternehmen wirklich ausmacht.

Wenn sich dein Projekt am Ende genauso gut anfühlen soll, wie es begonnen hat, bin ich die Richtige für dich.

Zwei Welten, dieselbe Haltung.

Auf den ersten Blick haben Kunst und Unternehmenskommunikation nichts miteinander zu tun. Für mich schon.

Mich hat nie die Oberfläche interessiert. Nicht in der Kunst. Nicht beim Schreiben.

Ich möchte verstehen, was unter der ersten Antwort liegt. Was Menschen antreibt. Warum Kunden immer wiederkommen. Welche Geschichte ein Architekt über eine Unternehmerin erzählt. Warum ein Lieferant etwas bemerkt, das im Unternehmen längst selbstverständlich geworden ist.

Vielleicht deshalb die Kunstausbildung. Vielleicht deshalb das Übersetzerstudium. Beides hat mir beigebracht, genau hinzusehen. Unterschiede wahrzunehmen. Nuancen ernst zu nehmen.

Nach zehn Jahren als Texterin im Tourismus wurde mir klar, was mir wirklich Freude macht: nicht Hochglanzbroschüren. Sondern Menschen. Gespräche. Geschichten, die erst entstehen, wenn verschiedene Perspektiven zusammenkommen.

Genau deshalb arbeite ich heute so, wie ich arbeite.

Koolen Andrea

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